Alanya
Vom antiken griechischen Korakesion über das byzantinische Kalonoros und das seldschukische Alaiye bis zum (ata)türkischen Alanya - noch öfter als die Namen wechselten bis zu den Osmanen im 15. Jh. die Stadtherren. Seit den 1970er Jahren ist Alanya, malerisch eingebettet am Fuß eines Kaps zwischen zwei Sandstränden, vor der Kulisse des Taurusgebirges und gekrönt von einer seldschukischen Festung aus dem 13. Jh., ein äußerst beliebte Ferienzentrum mit modernen Hotels entlang der Strände. Alayna überzeugt seine Besucher durch sein städtisches, mediterranes Flair, vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten und buntes Nachtleben. Die gut erhaltene, bis zu 250 m über dem Meer thronende und mit 150 Türmen bewehrte Kale (Festung) macht Alanya zu einem der faszinierendsten Urlaubsorte der türkischen Südküste. Dies wird der Blick vom oberen Festungsbereich Kale Ici bestätigen. Im unteren Festungsbereich Tophane sind die Highlights die einmalige Seldschukenwerft Tershane sowie der achteckige rote Turm Kizil Kule, von dem man einen schönen Ausblick hat. Um die Kale kann man Höhlenforscher spielen: die Mädchen-, Liebes- und Phosphorhöhle sind mit dem Boot erreichbar, die Damaltas-Tropfsteinhöhle fasziniert mit ihren Formationen. Daneben liegt einer der schönsten Sandstrände: Cleopatra Beach. Im Bereich des Hafens stehen schließlich Flanieren, Dinieren und Nightlife auf dem Programm.
Alarahan
Auf den Spuren der früheren Handlungsreisenden kann man zwischen Alanya und Side wandeln. Hier stößt man an den Gestaden des Alara Cay, beim Dorf Okurcaalar, auf einen mittelalterlichen Karawanengasthof (Han), den der Seldschukensultan Alaeddin Keykubat I. 1231/32 erbauen ließ: Alarahan. Die hervorragend erhaltene, wehrhafte Karawanserei weicht architektonisch einzigartig von dem typisch seldschukischen Han ab, da sie weder einen freien Innenhof noch symmetrisch ausgerichtete Räume hat. Alarahan besitzt einen rechtwinkligen Grundriss und eine verwinkeltere Anordnung der Räume, mit zwei gewölbten Seitenschiffen und einem Querschiff, zu denen ein Säulengang führt. Über dem Hauptportal prangt noch die Original-Bauinschrift mit einer Huldigung an den Sultan. Heute findet man in dem historischen Gemäuer neben einem Bedesten (überdachter Basar) und einem Restaurant (mit Folkloredarbietungen) noch einen Brunnen und eine Moschee. Hinter dem Han thront auf einem Bergkegel die Seldschukenfestung Alarakale, für deren etwas mühselige Besteigung (am besten mit Führer) man mit einem herrlichen Panorama belohnt wird.
Anamur
Das antike Anemurion liegt am südlichsten mediterranen Punkt Kleinasiens, dem Kap Anamur. Der von Griechen im 4. Jh. v. Chr. gegründete "windige Ort" (Anemurion) entwickelte sich als römisches Anemurium ab dem späten 1. Jh. n. Chr. zu einer blühenden Handelsstadt. Im 12./13. Jh. wurde es von den kleinarmenischen Königen besiedelt, die auch die Befestigungsanlage Mamure Klaesi (ca. 6 km entfernt, unbedingt sehenswert) errichteten. Heute präsentiert sich Anemurions weitläufiges Ruinengelände in einem recht gutem Zustand, besonders die mittelalterliche Zitadelle, ein Theater, Odeion, Thermen sowie eine große Nekropole. Das moderne Anamur, eine geschäftige Kleinstadt, liegt von Bananenplantagen umgeben im hügeligen Hinterland, an der Mündung des Dragon Cay. Die Stadt verfügt über ein kleines Unterkunftsangebot; ein etwas größeres und einen flachen Kies- und Sandstrand hat der vorgelagerte Badeort Anamur Iskele. Insgesamt besitzt der Tourismus hier noch überschaubare Dimensionen, die authentisch türkische Stadt ist ein optimaler Ausgangspunkt für Besichtigungstouren in die Umgebung.
Antalya
Das schon im 2. Jh. v. Chr. von Attalos II. aus Pergamon gegründete Attaleia blühte nach römischer und byzantinischer Herrschaft im 13. Jh. unter den Seldschuken als Handels- und Hafenstadt Antalya auf. In den 1960er Jahren schlug dann der Tourismus Wurzeln, um der herrlich in einer weiten, halbmondförmigen Bucht gelegenen Stadt einen rasanten Boom zu bescheren. Keine andere Stadt am Mittelmeer hat so viele Vorzüge zu bieten wie Antalya, die zugleich Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist. Die Lage könnte nicht schöner sein: Im Süd-Westen die Kulisse der steil abfallenden Lykischen Küste, im Osten die fruchtbare pamphylische Ebene mit duftenden Orange- und Zitronenplantagen, das Ganze geschützt von den bis ins Frühjahr hinein von schneebedeckten Gipfeln des imposanten Taurusgebirges! Das Resultat ist eine komplettes Urlaubsangebot an den weiten Sandstränden um die auf einem Felsen thronende Altstadt (Kaleici). Sie wird überragt von dem Yivili-Minarett, dem Wahrzeichen der Stadt. Bei einem Altstadtbummel kann man noch viele Zeugnisse aus den verschiedenen Epochen bewundern, wie das römische Hadrianstor, das gekappte Kesik-Minarett, ehemals Teil einer byzantinischen Kirche, oder den Hidirlik-Turm der antiken Stadtbefestigung. An seinem Fuß findet man eine grüne Oase, den Pergole-Park. Einen Besuch wert ist außerhalb von Kaleici das Antalya Müzesi mit hervorragenden antiken Funden, v. a. aus Perge und Limyra, sowie Exponaten von der Altsteinzeit bis zu den Osmanen. Den Tag in Antalya lässt man an den schönen, palmenbestandenen Uferpromenaden um den Jachthafen ausklingen, um eines der vielen Restaurants aufzusuchen und sich dann in das Nachtleben zu stürzen.
Aspendos
Hier dreht sich alles ums Theater, denn Aspendos besitzt das besterhaltene Kleinasiens. Wie auch bei Selge am Mittellauf des früheren Flusses Eurymedon (Köprü Cay) geht die Stadtgründung über der fruchtbaren Ebene des Köprü-Deltas auf Kalchas zurück, der mit dem griechischen Heer um 1200 v. Chr. auf dem Rückzug von Troja vorbeikam. Im 6. Jh. v. Chr. nahm der Lyderkönig Krösus Aspendos ein, es folgten u. a. Alexander der Große und die Römer, unter denen die Stadt zur Blüte kam. Die Verlandung des Hafens in der Spätantike markierte dann ihr Ende. Das große römische Theater von Aspendos (2. Jh. n. Chr.) ist in einem derart guten Zustand und hat eine so gute (vom Architekten Zenon ausgeklügelte) Akustik, dass hier heute jedes Jahr im Juni und Juli das Internationale Opern- und Ballettfestival stattfindet. Dem Halbrund mit 40 Sitzreihen für damals bis zu 20000 Zuschauer ist eine 30 m hohe, gegliederte Bühnenfassade vorgebaut, die als Kulisse diente. Daneben verblassen natürlich die Ruinen der Oberstadt etwas, wo man auf einem Doppelhügel noch Reste einer Agora, einer Markthalle, eines Nymphäums und eines Aquädukts findet.
Belek
Bereits bei der Erschliessung dieser modernen Ferienregion wurde grösster Wert darauf gelegt, dass ökologischen Bedürfnissen Rechnung getragen wurde. Die erst seit 1992 bestehende Region zeichnet sich durch grosszügige und komfortable Hotelanlagen, die vom Strand zurückversetzt und harmonisch in die Landschaft gebaut wurden. Die kilometerlangen Sandstrände laden ebenso wie das Naturschutzgebiet im Hinterland mit seinen duftenden Pinien- und Eukalyptuswäldern zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Belek ist der ideale Ferienort für Erholungssuchende, Pensionierte, Familien mit Kindern, sportlich orientierte Feriengäste: Alle Hotels bieten eine grosse Auswahl an Sportmöglichkeiten. Für passionierte Golfer erfüllt sich hier ein Traum: Mittlerweile sind vier Golfplätze entstanden, die keine Wünsche offen lassen.
Demre-Myra, St. Nikolaus Kirche
In der Ortschaft von Demre befindet sich die Kirche des Heiligen Nikolaus, in der er nach seinem Tode beigesetzt wurde. Die arabische Invasion im 7. und 9. Jahrhundert zerstörte die Stadt mitsamt der Kirche. Vor allem im Jahre 1034 wurde sie völlig niedergerissen. Konstantinos Monomakhos und Kaiserin Zoe liessen die Kirche im 11. Jahrhundert wieder aufbauen.Sie blieb bis heute so erhalten. Im unteren Teil der Kirche sind Sarkophage zu sehen. In der Apsis und den Seitenschiffen befinden sich Fresken. Über eine Treppe gelangt man auf die obere Galerie, wo Ausgrabungsfunde ausgestellt sind.
Kemer – Lykische Küste
Das ehemalige Fischerdorf Kemer ist ein lebhaftes Städtchen umgeben vom majestätischen Taurusgebirge zwischen Beldibi und Tekirova. Hier gibt es einen modernen Yachthafen, viele antike Stätten wie Phaselis, Plympos oder Perge in der Umgebung und ein sehr quirliges Nachtleben, mit vielen Bars und Restaurants im Zentrum. In der antiken Sage war Kemer die Heimat der Chimaira, des Feuer speienden Ungeheuers. Der Held Bellerophon auf seinem geflügelten Pferd Pegasus hat jedoch vor langer Zeit die Chimaira getötet. Ihr Feuer soll allerdings noch heute in den Hängen von Olympos weiter leuchten. In dieser landschaftlich sehr beeindruckenden Umgebung befinden sich moderne Hotels und grosszügige Ferienanlagen, deren Strände zu einem Badeurlaub einladen. Umgeben ist das Gebiet vom Olymps-Baydaglari-Nationalpark, dessen höchste Erhebung, der Tahtali Berg, mit 2375 m die Landschaft weit überragt. Naturliebhaber kommen voll auf Ihre Kosten! Entfliehen Sie also dem Alltag und lassen sich einfangen vom Duft der Pinienwälder.
Mamure Kalesi
Man glaubt das Klappern der Kreuzritter-Rüstungen noch zu hören, wenn man durch die engen Wehrgänge von Mamure Kalesi, der Burg von Anamur, wandert. Erste Erwähnung fand die Anlage, eine der besterhaltenen in Kleinasien, bereits als römisches Kastell im 3. Jh. n. Chr. Im 13. Jh. bauten die kleinarmenischen Könige Mamure Kalesi für größere Verteidigungszwecke um. Zwischenzeitlich zypriotisch und seldschukisch, wurde die trutzige Festungsanlage von den Osmanen im 19. Jh. ein letztes Mal ausgebaut und bis zum Ende ihres Reiches genutzt. Gerade weil man sich nicht in einem penibel bewachten und gepflegten Museum wähnt, üben heute die mächtige Mauer mit Wehrgängen und 36 Türmen sowie die zwei großen Innenhöfe mit Moschee, Wohnturm, Badeanlage, Brunnenhaus und Stallungen eine besondere Faszination aus. Deshalb sollte man sich auf jeden Fall Zeit für eine Umrundung auf der Feste nehmen, von deren Außenmauer man immer wieder fantastische Aus- und Einblicke sowohl auf die Anlage als auch auf das Meer hat.
Perge
Das antike Perge, 18 km von Antalya entfernt exponiert auf einem Hügel über der fruchtbaren, vom Aksu durchflossenen Ebene gelegen, wurde wohl bereits im 11. Jh. von den Hethitern gegründet. Trotz wechselnder Herrschaft (Lydien, Persien, Pergamon, Rom) hatten sich die Perger aber eine ihrer Vorlieben bewahrt: den Artemis-Kult, der als Motiv immer wieder auftaucht. Daran konnte auch der Apostel Paulus nichts ändern, der hier predigte. Heute ist die Struktur der einst bedeutenden pamphylischen Stadt noch gut erkennbar, die meisten Ruinen stammen aus der Römerzeit. So z. B. die Einrichtungen für "Brot und Spiele": das große Stadion, in dem bis zu 12000 Zuschauer Wagenrennen verfolgten, und das halbkreisförmige Theater für bis zu 14000 Besucher (man beachte die schönen Marmorreliefs im unteren Bühnenbereich). Durch das römische Haupttor und das hervorragend erhaltene hellenistische Stadttor, das von zwei Türmen umrahmt ist, führt eine Kolonnadenstraße (Mosaikpflaster) vorbei am einst prächtigen Nymphäum (Brunnenanlage), Thermen und einer großen Agora zur Akropolis. Die schönsten Ausgrabungen der Nekropole kann man allerdings im Archäologischen Museum von Antalya bewundern.
Selge
Vielleicht nicht so populär wie die antiken Stätten Termessos, Perge oder Aspendos, war Selge zur Römerzeit bis ins späte 3. Jh. eine bedeutende Stadt, was auf seine Münzprägung und den florierenden Handel mit dem heutigen Antalya (u. a. Wein, Oliven, Salben, Weihrauch) zurückzuführen war. Gegründet wurde es vom Griechen Kalchas auf dem Rückzug von Troja, dann siedelten hier die Spartaner, denen die klimatisch raue Umgebung sicher mehr entgegenkam. Heute findet man die Ruinen des antiken Selge im Nordwesten des Köprülü-Nationalparkes, im Dorf Zerk (oder Altinkaya), zu dem sich eine herrliche Gebirgsstraße über eine Römerbrücke, die den Canyon des Köprü Cay überspannt, heraufwindet. In der Handelsstadt auf 950 m ü. NN kann man dann ein relativ gut erhaltenes römisches Theater (10000 Zuschauer), ein Stadion, eine Akropolis mit Resten eines Zeus- und eines Artemis-Tempels, Ruinen einer Agora, der Stadtmauer, von Türmen, Zisternen, einer byzantinischen Basilika und der Nekropole besichtigen. Und dies alles ohne Gedränge und in einer fantastischen Landschaft.
Side
Seit Jahren erfreut sich die einstige antike Stätte grösster Beliebtheit bei unzähligen Stammgästen. Der Granatapfel, anatolisch Side, ist ganz schön herangereift. Er fand sich schon auf den Münzen der frührömischen Kaiserzeit, in der die von den Griechen an einem Kap in der weiten Bucht gegründete Handelsstadt ihre Blütezeit hatte. Dem setzten die Araber im 7.-9. Jh. ein Ende, bis das kleine Fischerdorf Selimiye, in den Ruinen von Side, seit den 1970er Jahren einen Touristenboom ohnesgleichen erlebte. Heute gilt es mit seinen Strandhochburgen Titreyengöl und Kumköy als eines bestausgestatteten Urlaubszentren der Türkischen Riviera. Wenn man vom Hafen die Flanier-, Einkaufs- und Ausgehmeile Liman Caddesi hinaufspaziert, sollte man unbedingt einen Schwenk zu den römischen Thermen machen, wo das Side Müzesi u. a. herrliche antike Statuen und Sarkophage zeigt. Hinter einer byzantinischen Basilika folgt dann das Highlight, das grandiose römische Theater für bis zu 20000 Zuschauer. Aber auch die weiteren Ausgrabungen aus der Römerzeit, wie die Kolonnadenstraße, das Vespasianstor, das Nymphäum, das Aquädukt sowie der Apollon- und der Athena-Tempel am Hafen machen Side zu einem Erlebnis zwischen Antike und Moderne. Und neben Kultur und Stränden ist auch das Nachtleben nicht ohne.
Silifke
Das Staedtchen, das im Mündungsgebiet des Göksu-Flusses liegt, wird von einer Festungsanlage des Kleinarmenischen Königreiches überragt. Im Süden der Stadt liegt das Meryemlik, die Ruine einer byzantinischen Basilika, wo die heilige Thekla verehrt wurde.
Simena
Inschriften zufolge wurde die Stadt im 4.Jh.v.Chr. am Golf von Kekova gegründet. Der wichtigste bauliche Überrest ist die Burg, die auf der Hügelspitze thront. Im Inneren der Burg befindet sich ein kleines, in die felsige Rückwand hineingebautes kleines Theater. Dies ist das kleinste Theater Lykiens mit nur 7 Sitzreihen. Im Westen des Theaters befinden sich Felsengraeber und über diesen eine römische Steinmauer. Ein lykischer Sarkophag,der im Meer steht, ist zum Wahrzeichen von Simena geworden.
Termessos
Die römische Ruinenstadt (30 km westlich von Antalya) darf wohl als eine der reizvollsten antiken Stätten der Südtürkei bezeichnet werden. Ein Grund dafür ist ihre spektakuläre Lage am steilen Hang des Güllük Dagi (früher Berg Solymos), auf 1050 m ü. NN in einer bizarren Berglandschaft. Dies machte die Stadt, die ab dem 3. Jh.v. Chr. hellenisiert wurde und unter den Römern ihre Blütezeit hatte, uneinnehmbar. Erst ein Erdbeben im 3. Jh. schaffte es schließlich, sie zu zerstören. Seitdem hat die Natur Termessos zurückerobert, was seinen besonderen Reiz ausmacht: noch recht gut erhaltene Ruinen zwischen üppiger Vegetation. Dies erschwert aber auch die Besichtigung, festes Schuhwerk ist obligatorisch. In überraschend gutem Zustand befindet sich das griechisch-römische Theater für 5000 Zuschauer, von dessen oberen der 24 Sitzreihen sich ein fantastischer Ausblick auf die Ebene von Antalya bietet. Weitere Höhepunkte zwischen Felsen und Sträuchern sind außerdem das Odeion, die Agora, mehrere Tempel zu Ehren der Artemis, das schön reliefierte Alketas-Grab (4. Jh. v. Chr.) sowie andere Sarkophage, Grabhäuser und Felsgräber rund um Termessos.
Türkische Ägäis (Badeferien)
Die türkische Westküste ist eines der schönsten Reiseziele am Mittelmeer. Abgelegene Buchten mit klarem türkisfarbenem Wasser und sauberen Sandstränden wechseln sich harmonisch mit Landschaften ab, denen Olivenhaine, heiße Quellen, Feigenbäume, Schafherden und roter Klatschmohn ihren Reiz verleihen. Die im Juli und August 23°C warme Ägäis ist ein Paradies für Wassersportler und Badeurlauber. Weltbekannte kulturelle Glanzlichter aus griechischer, römischer, christlicher und osmanischer Zeit zeugen davon, dass die Region eine der Wiegen unserer Kultur ist. Elegante Moscheen, mächtige Zitadellen, guterhaltene Tempel, alte Wohnhäuser aus Holz und erholsame Bäder versprechen viel Abwechslung.
Assos
Die Ruinen von Assos liegen im Südwesten, ca.73 km von Ayvacik entfernt, beim Golf von Edremit. Alexander der Große befreite die Stadt von der tyrannischen Herrschaft. Im Jahre 241 v.Chr. kam sie unter römische Herrschaft. Nach der römischen Zeit wurde Assos byzantinisch, dann folgte seldschukisch und später geriet Assos unter die Herrschaft der Kreuzritter. Zuletzt wurde sie von osmanischen Türken erobert.
Bodrum
Vor der Kulisse der tiefblaugrünen Ägäis staffeln sich die weißen Kubenhäuser des bekanntesten Ferienortes an der Südwestküste im Schutz der Kreuzritterburg St. Peter auf einer Halbinsel. Aufgrund seines lockeren Lebensstils und seiner internationalen, hauptsächlich jüngeren Gäste gilt Bodrum seit Jahren als beliebtester Treff eines erlebnishungrigen Publikums. Waren es anfänglich nur die Superreichen der türkischen High-Society, die aus dem einstmals verschlafenen Fischerdorf ein begehrtes Urlaubsdorado machten, geben heute an den Stränden, in den Bars und den Diskotheken in den langen, heißen Sommernächten die Pauschaltouristen den Ton an. Fürst Mausolos II. beherrschte von Bodrum aus im 4. Jh. v. Chr. die gesamte Küste und ließ sich hier sein berühmtes Grabmal errichten, von dem heute allerdings nur noch die Fundamente zu sehen sind. Im Mittelalter war der Platz aufgrund seiner strategischen Lage immer wieder heftig umkämpft. Sowohl Griechen als auch Perser, Römer und Kreuzritterheere lieferten sich bei Bodrum heftige Schlachten. Heute lockt in der charmanten Altstadt ein Basarviertel. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählt die trutzige Festung St. Peter. Dort ist auch ein sehenswertes Archäologisches Unterwassermuseum untergebracht.
Cesme
am Ende der Halbinsel westlich von Izmir. Vom Flughafen bis zum Hotel dauert es auf der neu vollendeten Autobahn nur eine gute Stunde. Da in Cesme nach wie vor Hotelbetten rar sind, werden die Ferienorte der Halbinsel durch Ferienhäuser wohlhabender Einheimischer aus den Metropolen Istanbul, Izmir und Ankara charakterisiert. Vom Massentourismus bleibt Cesme bislang verschont. Die Nähe zu Griechenland und seine Einflüsse aus der Geschichte, die moderne Metropole Izmir und die vielfältigen Einflüsse der Sommerurlauber aus In- und Ausland prägen das Alltagsbild in dem gemütlichen Städtchen. Von der mittelalterichen Burg aus hat man einen guten Überblick über Teile der Halbinsel, einen herrlichen Ausblick auf den Hafen und die nahegelegene griechische Insel Chios. Zahlreiche kleine Läden, Boutiquen und Cafes laden zum Bummeln und Einkaufen in Cesme ein.
Didyama
120 gigantische Säulen mit einem Durchmesser von 2 m und einer Höhe von annähernd 20 m auf einem siebenstufigen, 5 m hohen, 51 m breiten und 109 m langen Unterbau: Dies sind die beeindruckenden Maße des Apollontempels von Didyma, einem der größten Sakralbauten der klassischen Antike. Die heute sichtbaren Reste stammen vom neuen Tempel, der im 4. Jh. begonnen und trotz großzügiger Spenden hellenistischer Herrscher und römischer Kaiser nie vollendet wurde. Bereits in der Bronzezeit im 2. Jt. v. Chr. zog eine kleine Quelle an dieser Stelle Gläubige an. Seine große Blüte erlebte der Apollonkult ab dem 6. Jh., als die Branchiden genannten Priester rätselhafte, mehrdeutige Weissagungen in Versen aussprachen. Ab dieser Zeit stand Didyma, das Herrscher aus der ganzen antiken Welt um Rat befragten, in ernsthafter Konkurrenz zum Orakelheiligtum von Delphi. Erst mit dem Erstarken der neuen Lehre des Christentums in der Spätantike verlor der Kult seine einstige Bedeutung.
Haus der Mutter Maria
x Nach dem spektakulären Fund kam das Buddeln nach Altertümern so richtig in Mode. Denn neben Troja, das nach Homer in der Vorzeit des antiken Griechenlands zerstört wurde, gab es noch andere antike Stätten, die untergingen. 1895 begann die Ausgrabung von Ephesos, einer der blühenden Metropolen des Altertums, Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Im alten Ephesos waren die Wege mit Marmor ausgelegt. Nachts leuchteten Öllampen entlang der Straßen. Im Theater fanden über 24.000 Zuschauer Platz. Hier stand auch der Artemis-Tempel, eines der Sieben Weltwunder der Antike. Noch lange nicht sind alle alten Schätze ausgegraben. Die Relikte der Vergangenheit liegen in mehreren Schichten unter dem Erdboden verborgen.
Haus der Mutter Maria
Das Marien-Haus, heute kleine byzantinische Kirche, ist ein Wallfahrtsort für Christen und Muslims gleichermaßen. Dort wohnte Maria während ihres Aufenthaltes in Ephesos.Der Papst Benoit sagte ''Johannes kam nach Ephesus und brachte Maria mit.Diese glückliche Mutter stieg von hier in den Himmel.'' Der heilige Ort liegt auf dem Aladag (Solmissos) und wird täglich von Tausenden von Menschen besucht. In den umliegenden Gebäuden wohnen katholische Geistliche. Auch der Papst hat diesen Platz als Heiligen Ort anerkannt. Christen wundern sich darüber, daß an diesem Wallfahrtsort auch Muslime beten. Dies ist leicht erklärt: In der islamischen Welt spricht man von Maria mit Gottesfurcht, Liebe und Verehrung. Die Gebetsnische in der Moschee (mihrab) erinnert an ihre Zelle (die im Koran ebenfalls als „mihrab“ bezeichnet wird). Die neunzehnte Sure des Koran trägt den Namen „Meryem“. Viele Koranverse sprechen von ihr und von ihrem Sohn Jesus, die beide „vor der Bosheit des gesteinigten Satans“ bewahrt sind. Jesus ist ein „Gesandter“, seine Mutter eine „Wahrhaftige“, aber beide sind doch nur „Menschen, die essen und trinken“. Der Koran spricht davon, daß Maria ihre Keuschheit bewahrte und daß sie von Allah ein „Wort“ empfing. Dadurch, daß Jesus vaterlos von Maria geboren wurde, hat Allah ein Zeichen seiner Allmacht gesetzt. Maria war eine Mutter aus überweltlichem Stamm, auserwählt, rein und über alle Frauen erhaben, gläubig, gehorsam, tugendhaft und auf besondere Weise ernährt. Mutter Maria Brunnen: Mutter Maria verlängerte ihre letzten Lebensjahre (30-35 n.Chr.), indem sie das heilende Wasser des Brunnens trank.Es wird von vielen Wundern dieses Wassers und der Asche des Herdes der Mutter Maria berichtet.Das Wasser dieses Brunnens brachte vielen unheilbar Kranken Heilung.
Fethiye
Besonders beliebt ist das Fallschirmspringen vom 1.980 m hohen Babadagi bei Fethiye. Traumhaft ist der Blick aus der Luft auf die unzähligen Buchten, darunter Ölü Deniz, die am meisten fotografierte Bucht der Türkei. Eine einmalige Landschaft, Sonnenschein satt, das kristallklare Meer und das vielfältige Angebot an sportlichen Aktivitäten ziehen jedes Jahr Tausende von sportbegeisterten Touristen hierher. Beste Flug- und Wetterbedingungen für das Fallschirmspringen herrschen von April bis Oktober.
Geyre – Aphrodisias Tempel
Die kürzlichen Ausgrabungen haben dazu beigetragen, dass Aphrodisias für den Besucher eine der eindrucksvollsten antiken Stätten geworden ist. Neben dem Dorf Geyre gelegen, sind in dieser antiken Stätte gut erhaltene Bauwerke wie das Theater, das Odeion und das Sebastion freigelegt worden. In Aphrodisias gab es bereits Ansiedlungen in der Prähistorischen Zeit und in der früheren Bronzezeit. Die Stadt erreichte in der römischen Epoche ihre Blütezeit und wurde zum Kunst- und Kulturzentrum. Dazu trugen auch die Marmorsteinbrüche des Baba Dagi bei, dessen blauer, weisser und grauer Marmor in den Bildhauer-Werkstätten meisterhaft verarbeitet wurde. Die Statuen dieser großen Künstler aus Aphrodisias finden wir heute in Rom und Griechenland und vielen anderen Gebieten. In der Bildhauerschule in Aphrodisias machten sich die Meister die ältere Bildhauerkunst zunutze und schufen völlig neue, naturgetreuere und ihnen eigene Kunstwerke von großer Feinheit.
Kusadasi
Der bekannteste Türkische Ferienort liegt liegt an der Ägäis, ca. 110 km von Izmir entfernt. Sonne, Romantik und eine Fülle von Urlaubsaktivitäten erwarten Sie in diesem charmanten, quirligen Ort. Kusadasi bietet seinen Gästen erstklassige Hotels, viele Unterhaltungsmöglichkeiten und natürlich attraktive Strände mit einem kulturgeschichtlich interessanten Hinterland.
Izmir
Die wichtigste Groß- und Hafenstadt der Westküste ist sicher kein typisches Touristenziel. Aber gerade die ungeschminkte Alltagsszenerie zwischen anatolischer Tradition und abendländischer Moderne macht den Reiz Izmirs aus. Seine Blütezeit erlebte das lange Zeit griechische Smyrna bereits im 1. Jt. v. Chr. Aufgrund mehrerer großer Erdbeben und dem letzten Großbrand von 1922 besitzt die Stadt kaum noch nennenswerte historische Sehenswürdigkeiten. Die größte Attraktion Izmirs ist der Bazar Kemeralti mit seinen engen und mit pulsierendem Leben gefüllten Gassen. Den Spaziergänger empfängt die faszinierende orientalische Marktatmosphäre, geboten wird eine unglaubliche Vielfalt der unterschiedlichsten Läden und Gerüche. Einen Besuch wert sind auf jeden Fall das Archäologische Museum mit seinen zahlreichen Exponaten aus den antiken Stätten der Ägäisregion und das Ethnographische Museum gegenüber, in dem der Besucher eine Menge über das Alltagsleben im 19. Jh. erfährt. Erholung und Unterhaltung für jedermann bietet der Kulturpark, eine Grünanlage mit Restaurants, Teegärten, einem kleinen Zoo und einem See. Gegen Ende des Tages wird es im Stadtteil Alsancak so richtig lebendig. In den Boutiquen, Restaurants, Bars und Nightclubs frönt man dem westlichem Lebensstil.
Marmaris
Als "Perle der türkischen Mittelmeerküste" bezeichnet sich nicht ohne Stolz der nach einem großen Erdbeben im Jahr 1958 völlig neu entstandene Ort. An der weiten, offenen Bucht entstand ab 1970 im Schutz der nach Pinien und Oleander duftenden Hügel ein modernes Urlaubszentrum, das hinsichtlich eines sportlichen, aber auch vergnügungssüchtigen Publikums keine Wünsche offen lässt. ieser Entwicklung trug auch der Bau des größten Jachthafens der türkischen Ägäis, der Netsel Marina, Rechnung, wo man schicke Restaurants und Boutiquen findet. Besonders verlockend ist es, über die von Palmen gesäumte Uferpromenade zur herausgeputzten osmanischen Burg Marmaris Kalesi, in der sich auch ein kleines archäologisch-ethnographisches Museum befindet, zu bummeln. Im Schatten der Uferpromenade liegen in unmittelbarer Nähe eines hübschen Basars diverse Restaurants und Diskos. Ohne Übertreibung darf behauptet werden, dass die Strände auf der Halbinsel Cennet Adasi zu den besten der gesamten türkischen Ägäis gehören.
Milet
Das in einer Tiefebene gegründete Milet war vom 8.-6. Jh. v. Chr. das wirtschaftliche, künstlerische und wissenschaftliche Zentrum der türkischen Westküste. Hier florierte der Handel, diskutierten Philosophen wie der berühmte Thales über die Gesetze der Mathematik und Natur, von hier aus gründete man etwa 70 Kolonien am Mittel- und Schwarzen Meer. Eine herrliche Aussicht auf das Ausgrabungsgelände bieten die obersten Ränge des Theaters, das in seiner heutigen Form aus der Zeit Trajans (2. Jh. n. Chr.) stammt. Die Sitzreihen für 15000 Zuschauer sind in der unteren Hälfte in einen natürlichen Hang gegraben, im oberen Teil aufgemauert. Einen guten Einblick in die Funktionsweise römischer Badeanlagen vermitteln die Thermen der Faustina mit einer Abfolge von Umkleidekabinen, Kalt-, Lau-, Heiß- und Schwitzbädern sowie Heizräumen. Inmitten der Ruinen erhebt sich die Ilyas Bey Camii, eine Moschee aus seldschukischer Zeit mit eigener Koranschule und Wohnzellen für die Studierenden.
Pamukkale
Das antike Hierapolis wurde im 2. Jh. v. Chr. von Pergamon aus gegründet und entwickelte sich in der römischen Kaiserzeit zu einem der bekanntesten Kurorte Kleinasiens. In ihm soll der Apostel Philippus gestorben sein. Weltbekannt machten Pamukkale (Baumwollburg) schneeweiße, in Stufen über 100 m ansteigende Sinterterrassen, die eines der beliebtesten Fotomotive in der Türkei sind. Sie bilden breite, eindrucksvolle Becken, die heute wegen der Tritterosion nur noch barfuß und in einem abgegrenzten Teil betreten werden dürfen. Sie entstanden durch 35 Grad warme, stark kalkhaltige Quellen, die beim Herabfließen den gelösten Kalk ablagern. Darüber breiten sich die Reste der antiken Stadt mit der großen Nekropole aus. Vom einfachen Steingrab über reliefierte Sarkophage und Grabhügel bis zu reich verzierten Grabtempelchen lässt sich eine Vielfalt an Bestattungsformen unterscheiden. In den weiten Sälen der Thermen zeigt das Archäologische Museum Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus römischer Zeit.
Pergamon
Unweit der Stadt Bergama erhebt sich auf einer hohen Akropolis die glanzvolle Residenz des zwar kleinen, aber einflussreichen Königtums der Attaliden, eines der Nachfolgereiche Alexanders des Großen. Zu einem Zentrum antiker Gelehrsamkeit entwickelte sich die große Bibliothek, die mit mehreren 100000 Pergamentrollen neben Alexandria die bedeutendste der antiken Welt war. Zwei Umgänge gliedern die 80 Sitzreihen des Theaters in drei Ränge, von denen man einen wunderbaren Blick in die Landschaft genießt. Das vorzüglich restaurierte Traianeum ist ein von Säulenhallen gesäumter Platz mit einem hohen Podiumstempel. Er wurde für den Herrscherkult Trajans und Hadrians mit überlebensgroßen Statuen der Kaiser im Innern versehen. Jenseits des Flusses Üç Kemer Çayi liegt das Asklepieion, eines der berühmtesten Sanatorien der Antike. In diesem dem Heilgott Asklepios geweihten Heiligtum, das Behandlungsräume, Theater, Wandelhallen, Bäder, Rundtempel und die Heilige Quelle vereint, wirkte der bekannte Arzt Galen.
Priene
Priene wurde am Fuß eines mächtigen Felsmassivs im Schachbrettmuster von dem Architekten Hippodamos aus Milet angelegt, nach dem die hippodamische Städtebauweise benannt wurde. Da die Stadt in der folgenden römischen Zeit kaum verändert wurde, vermittelt sie heute einen guten Eindruck vom Alltag in einer griechischen Stadt des 4. Jhs. v. Chr. Mittelpunkt des religiösen Lebens war der Tempel der Stadtgöttin Athena, von dem fünf Säulen wieder errichtet wurden. Die tiefen Rillen an der Frontseite rühren von den einst 8 m hohen, schweren Flügeltüren, die die Cella mit dem kostbaren Kultbild verschlossen. Die 75 x 35 m große Agora (Marktplatz) begrenzen der Zeustempel, das quadratische Bouleuterion (Rathaus) mit steil ansteigenden Sitzreihen und die Stoa (Heilige Halle) für Kulthandlungen. Im Theater kann man auf fünf Ehrensitzen des untersten Ranges Platz nehmen. Dort fanden auch Volksversammlungen statt, wie die Reste einer Wasseruhr bezeugen, die die Sprechzeit der Redner begrenzte.
Selcuk
Das auf dem hohen Burgberg Ayasoluk gelegene Selçuk war nach der Zerstörung von Ephesos durch die Goten im 3. Jh. das kulturelle Zentrum der Westtürkei in frühchristlicher Zeit, bis es selbst im 7. und 8. Jh. von Arabern geplündert wurde. Einer der größten Sakralbauten des Byzantinischen Reiches war die Johannesbasilika, von der heute nur noch Ruinen sichtbar sind. Im 6. Jh. von Kaiser Justinian über dem mutmaßlichen Grab von Johannes dem Evangelisten errichtet, blieb sie bis ins 11. Jh. mit ihrer prächtigen Marmorausstattung unversehrt. Für den 110 m langen, kreuzförmigen Bau mit sechs Kuppeln wurde der Berg künstlich mit Terrassen erweitert. Größte Attraktion der reichhaltigen Sammlung des Archäologischen Museums sind die Artemisstatuen aus Ephesos. Archäologen rätseln noch immer, ob ihre Fruchtbarkeitssymbole weibliche Brüste oder Stierhoden darstellen. Die Isa-Bey-Moschee aus dem 14. Jh. am Fuß des Ayasoluk bezaubert mit einem schönen Stalaktitenportal und dem stimmungsvollen Gebetssaal.
Troya
Troya ,das von Çanakkale 30 km. entfernt liegt, ist eine wichtigste antike Stadt. Troya, das 3000 v. Chr. Gegründet wurde und bis 500 n. Chr. neun Mal abgebrannt und wieder aufgebaut war, war 3500 Jahre unterbrochen besiedelt. Jedoch die Stadt fiel durch den Betrug mit dem ‘’Holzpferd.’’ Gegenwärtig ist das Holzpferd als ein altes Symbol von Troya mit originalen Dimensionen wieder errichtet
Anatolien
Der Ostteil des Landes steht als einzigartig da, was seine den Menschen einfach überwaltigende natürlichen Reichtümer betrifft. Das Taurusgebirge aus dem Suden und die Kette der Schwarzmeerberge im Norden vereinigen sich im Osten zu dem am höchsten gelegenen Gebiet des Landes, das sich sowohl durch sein Erscheinungsbild als auch durch seinen Charakter grundlegend von dem übrigen Land abhebt. Diese Region ist von einer unvorstellbaren Vielfalt: hohe Berge mit ausgezeichneten alpinistischen und wintersportlichen Gegebenheiten zusätzlich zu ihrem phantastischen Aussehen; der Nemrut mit einem der schönsten Sonnenaufgange der Welt; der Suphan ein heute erloschener Vulkan mit Abhangen aus schwarzem Basalt; der Agri (Ararat), der Bergfreunde magnetisch anzieht und für professionelle Bergsteiger seit Jahren der Treffpunkt ist; das weite ockerfarbene Plateau von Erzurum in 1.950 m Höhe; die weiten Wälder, die das Grun beitragen zu diesem Bud; die Wasserfälle und die weiten Wiesen und Weiden von Kars und Agri, wirklich noch unberührt; die tiefen blauen Wasser des Van-Sees, des grössten der Turkei, die das Bud vervollständigen. Es wird ein merkwürdiges Erlebnis sein, in dem Sodawasser dieses Sees zu schwimmen. Das wüstenähnliche Land steht in krassem Gegensatz zu den fruchtbaren Flusstälern von Euphrat (Firat) und Tigris (DicIe). Die zahllosen Schatze in Form von seltenen Baudenkmälern, Statuen und Inschriften, als deren prächtigster Ausdruck wohl die monumentalen Figuren mythologischer Götter und höchst irdischer Könige auf dem Gipfelplateau des Nemrut Berges bezeichnet werden dürfen; die Ruinenstadt Ani in der Nähe von Kars; der kolossale lshak Pascha Palast bei Erzurum, der die Seidenstrasse bewacht und viele andere seldschukische Karawansarayen, elegante osmanische Moscheen und byzantinische Kloster faszinieren jeden Besucher. Die Lebensart ist ebenfalls sehr andersartig. Bedingt durch die geographische und klimatische Beschaffenheit ihres Landes kämpfen die Menschen in der Region einerseits ums Überleben, wahrend sie auf der anderen Seite die für den Türken so charakteristische Gastfreundschaft und Grosszügigkeit bewahrt haben. Sollten Sie einmal im Schnee stecken geblieben sein, werden Sie in jedem Haus eine warme Suppe bekommen, aber auch den Rat, diesen Landesteil nicht mitten im Winter zu besuchen, da die Winter hier sehr hart unter starken Schneefallen verlaufen und für Abenteurer nicht im mindesten geeignet sind. Aber sicher mochten Sie einen Besuch dieser aufregenden Landschaft nicht missen, so empfehlen wir Ihnen als die am besten geeignete Jahreszeit dafür die Monate zwischen Mai und Oktober. Auf Reisende und Abenteuerlustige und die prachtvolle Region eine starke Anziehungskraft aus.
Agri, Ostanatolien
Der größte und höchste Berg der Türkei ist der Agri (5.165 m.ü.M.) in Ostanatolien. Er ist nicht nur wegen seiner geologischen Beschaffenheit, sondern hauptsächlich wegen der Legenden, die ihn umgeben, auch im Ausland berühmt. Das Gestein besteht bis in 4.000 m aus Basalt, zeigt jedoch in den noch höheren Lagen mit seinem Andesit-Lavagestein die typischen Charakteristika eines Vulkans. Über dem Gipfel liegt eine Gletscherdecke. An der östlichen Seite des Berges liegt die Serdarbulak Alm, auf 3.896 m der kleine Agri. Der gigantische Berg mit seinen Weiden, die sich bis zur Schneegrenze hinaufziehen, seinen Gletschern und interessanten Gesteinsformationen fasziniert seine Besucher jedesmal aufs Neue. Von Juli bis September ist die beste Zeit für eine Besteigung. Dafür ist eine Genehmigung erforderlich. Auch der Ishak Pasha Palast befindet sich in Agri. Er wurde im Jahr 1784 auf einem Hügel nahe der persisch-russischen Grenze errichtet. Durch Berghänge von drei Seiten geschützt, besitzt das Serail nur einen Eingang auf der Ostseite des Gebäudes. Der Baustil dieses burgartigen Palastes ist im wesentlichen seldschukisch. Die gesamte Bauanlage umfasst eine Fläche von 76000qm.
Aladaglari, Östlicher Taurus
54.524 Hektar der Gebirgskette Aladaglar, die sich zwischen Kayseri, Nigde und Adana hinzieht, wurden 1995 wegen ihrer vielfältigen Flora und Fauna zum Nationalpark erklärt. Wer hoch hinaus will, kann einen der drei über 3.700 m hohen Gipfel der Bergkette besteigen. Aber auch schon in 3.000 m Höhe gibt es mehrere Gipfel, die zahlreiche Seen umrahmen. Jahreszeitlich günstig sind die Monate Juni bis September. Die Anreise erfolgt über Nigde, Camardi und Cukurbag.
Amasya
Amasya liegt an steilen Bergwänden.Die Stadt wurde in der Antike Ameseia genannt.Sie wurde in wechselnder Folge von Hethitern,Phrygern und Persern beherrscht, bis die Stadt nach dem Tode von Alexander dem Großen unter die Herrschaft des Königs Mithridates I. gelangte, der Amasya 291 v.Chr. zur Hauptstadt ernannte und das Königreich Pontos gründete.Die Burg von Amasya, Königsgräber, Brücken und Aquädukte zeugen noch heute von vergangener Pracht.Amasya war der Geburtsort des berühmten Geographen Strabon, (63v.Chr.-19.n.Chr.)
Ankara
Am 13. Oktober 1923 wurde Ankara als Hauptstadt erklart.Sie ist mit allen Werken aus alten Zeiten und ahlreichen Museen eine intsressante Stadt.Die antike Stadt liegt unterhalb der heutigen modernen Stadt. Es ist bekannt, dass im Stadtteil Ulus unter dem alten Parlamenthaus ein Theater liegt. Neben der Moschee Hacibayram steht der Tempel Augustos, errichtet zwischen denJahren 25-20 v.Chr. Das Grabdenkmal von Atatürk befindet sich auf Rasattepe mit einem Überblickauf Ankara . Im zwischen 1944-1953 gebauten Denkmal gibt es auch ein Museum , in dem die Persönlichen Sachen Atatürks ausgestellt sind.Das wichtigste Museum in Ankara ist das Museum der Anatolischen Kulturen. Im Museum der Ethnographie befinden sich die sönsten Beispiele der Türkischen Holz- und Teppicharbeiten.
Erzurum
Früher war Erzurum eine der wichtigsten Stationen auf der Seidenstrasse von Persien zum Schwarzen Meer. Nach Grabungen fand man heraus, daß hier im Neolithikum (4000-3500 v.Chr) bereits Ansiedlungen vorhanden waren. Erzurum ist die grösste Stadt Ostanatoliens. Die Stadt ist stark erdbebengefährdet und die strengen Winter Erzurums dauern etwa acht Monate. Durch den Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 1939 wirkt die Stadt heute recht modern.
Kappadokien
Inmitten der anatolischen Hochebene, eingeschlossen von den Städten Aksaray, Kayseri und Nigde, liegt die fremde und fesselnde Welt von Kappadokien, die von den Assyrern Kalatuka genannt wurde. Aufeinanderfolgende Eruptionen des nunmehr erloschenen Vulkans Erciyes Dagi hinterließen eine mächtige Aschenschicht im Umkreis von vielen Kilometern. Während Bäche und Flüsse sich in die allgegenwärtige Aschenschicht eingruben, entstanden steile Tuffpyramiden, Kegel, Säulen und Riffe. Die Oxydation des Gesteins hat im Laufe der Zeit diese Welt in Farben gehüllt, die von warmen Rot- und Goldtönen bis zu stechenden Grün- und Graufärbungen reichen. Schon in der Bronzezeit gruben die Menschen in das weiche Gestein Höhlen und richteten darin ihre Wohnstätten ein. In einer Zeitspanne von tausend Jahren, vom 4. Jh. bis zum 13. Jh. erhielten die Höhlen erstmals erneute Bedeutung, als die frühen Christen in diesem Gebiet Unterschlupf suchten und Wohnstätten und Klöster in das weiche Gestein schlugen. Die Architektur passt sich ganz der Landschaft an. Die reichen okkerfarbenen Felszeichnungen scheinen die Farben der Umgebung widerzuspiegeln.
Kars, Ani
Im Nordosten der Türkei, 45 km entfernt von Kars, liegt Ani. Die Kirchen und Seldschukischen Bauwerke ergeben ein interessantes Stadt-Bild. König Ashot III. bestimmte Ani zur Hauptstadt seines Reiches., Die Kathedrale, die im Auftrag der Königin Gadarine erbaut wurde und das grösste Bauwerk von Ani ist, wurde im Jahre 1001 fertiggestellt.
Konya, Mevlana
Die einzige Hauptstadt der Seldschuken erscheint mit ihren Gaerten und Flüssen wie eine Oase in der Steppe Zentralanatoliens. In Konya sind sehr viele Seldschukische Türben (Begräbnisstätten) zu sehen. Das grösste Mausoleum ist das des Ordengründers Mevlana, der sagte: ''Komm,wer du auch bist''. Es ist auch zugleich das Wahrzeichen Konyas. Als Bahaeddin Veled, der Vater von Mevlana, starb, wurde er seinem Wunsche entsprechend im Rosengarten von Alaeddin Keykubat ausserhalb der Stadt beigesetzt. Mevlana wurde spaeter neben seinem Vater begraben. Auf dem Grab liess der Sultan aus Dankbarkeit die Kubbe-i Hadra Moschee im Jahr 1273 errichten. Jahrhundertelang wurden in dem von Mevlanas Enkeln gegründeten Kloster die tanzenden Derwische ausgebildet.(Sufi-Orden) In dem 1926 zum Museum umgewandelten Kloster sind viele Kleidungsstücke der Derwische, Instrumente für die Sema-Musik, Gebets-Teppiche, Koranhandschriften und Stoffe ausgestellt.
Nemrut
''Der Tag meiner Geburt soll jedes Jahr gefeiert werden. An diesem Tag hat der Priester, für die Götter und für mich, auf die Haeupter von den Götterstatuen und auf meine Statuen goldene Kraenze zu legen. Für alle von uns soll er reichlich Düfte zerstreuen, Tiere opfern, die heilige Tafel mit den schönsten Speisen und Getraenke austtatten. Mein Volk soll hier in Fülle feiern.'' Diese Inschrift befindet sich in den 105 km von Adiyaman entfernten Nemrut Bergen, an einem 50 m hohen und 150 m breiten Tumulus.Der Eigner dieses Hügelgrabes ist der Kommagene König Antiochos Epiphanes I. Wie die Persischen, Makedonischen und viele andere Hellenistischen Könige, so hielten sich auch die kommagenische Könige für Götter und wollten auch vergöttert werden. Sie erwarteten, dass man zu Ehren ihres Namens Opfer brachte.
Sivas
Sivas ist ein Ansiedlungsgebiet seit ältesterZeit. Unter den Seldschuken wurde die Stadt ein Lehr und Studienzentrum, wovon viele schöne Beispiele der seldschukischen Kunst und Architektur erhalten geblieben sind. Die Stadt war früher ein Knotenpunkt der Handelswege von Ost nach West und von Mesopotamien zum Schwarzen Meer und lebt noch heute von Handel und Industrie.
Van
Über die Gründung von Van wissen wir erstmals genaueres aus dem 9.Jh.v.Chr. Die Hauptstadt des Reiches von Urartu war Tushpa mit ihrer fast uneinnehmbaren Burg, nahe der heutigen Stadt Van. Einige der sehenswerten Bauwerke sind die Festungen und die Kirche auf der Insel Akdamar, die im Jahre 915 von Gagik I. erbaut und bis zum I.Welt krieg benutzt wurde. Viele andere Sehenswürdigkeiten sollten ausserdem erwaehnt werden: Die Bewaesserungskanaele, Daemme und der Van See, das Meher Tor mit seinen urartaeischen Keilschriften, Patnos, wo sich ein urartaeisches Heiligtum und ein Palast befindet.
Schwarzmeerküste (Aktivferien)
Die beruhigende grüne Schönheit der Schwarzmeerküste im Norden bildet eine ausserordentliche Landschaftsszenerie. Hohe, mit Nadelwald bestandene Berge, dazwischen kleine Taler ziehen sich zu den weiten, noch völlig natürlichen Stranden hinunter. In der überaus niederschlagsreichen Region bilden alle Schattierungen von Grün eine herrliche Farbensymphonie. Eingebettet in das intensive, dichte Grün liegen Bergdörfer mit ihren traditionellen Holzhäusern und die Fischerdörfer an der Küste ebenfalls mit den fur die Region typischen Bauwerken. Besonders in Safranbolu wurden die wunderschonen turkischen Hauser mit grosser Sorgfallt restauriert, und die Stadt ist heute ein einziges Freilichtmuseum. Naturliebhaber werden in der Schwarzmeerregion angesichts der vielen Landschaften von atemberaubender Schönheit wie die Yedi Göller bei Bolu, die Artvin - Torum Wasserfalle, der Karadag bei Trabzon und die Hochalm Erikbeli von einem Entzücken in das andere fallen. In den Fluten des Coruh-Flusses kann man abenteuerliche Bootsfahrten unternehmen. Diese Liste liesse sich beliebig fortsetzen – alle paar Kilometer eröffnen sich neue, umwerfende Landschaften dem staunenden Blick des Besuchers, eine bezaubernder als die andere. Amasra, Rize und Hopa sind genau die richtigen Platze dafür. Die ganze Küste ist ideal für Camper, die das Meer und Ausfluge in bewaldete Bergregionen zur gleichen Zeit haben mochten. See- und Sonnenliebhaber werden sich an der ganzen Küste wohlfühlen, sollten Sie jedoch auch abwechslungsreiche Nachte bevorzugen, seien Ihnen Akcakoca, Inkum und Güzelyali empfohlen. Die Schwarzmeerregion hat mit allen anderen Regionen des Landes eine Gemeinsamkeit antike und andere historische Statten, z. B. die Hagia Sofia in Trabzon ; die Burg von Giresun; die Graber der pontischen Konigin Amasya; die Ulu Moschee; die Aliye Medresse in Sinop und noch viele andere mehr. Die parallel zur Küste verlaufenden Berge sind fur Wintersportler und Bergsteiger bestens gerüstet wie z. B. Kartalkaya in den Bolu-Bergen. Zu den schönsten dieser Gebiete zahlen die Weidegelande von Artvin, Rize-Ayder und Giresun-Kumbet. Das Warme Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit wird Ihre Ferien sehr angenehm gestaltet. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über sehr milde. Die richtige Ferienzeit ist der Hochsommer.
Altiparmak
Der Fluss Altiparmak, ebenfalls in der Provinz Artvin, entspringt in den Kackar Bergen, und mündet 2 km von der Ortschaft Yusufeli entfernt in den Coruh. Wildwassersportler finden hier einen einzigartigen Parcours durch ein wildromantisches, von steilen Bergen umgebenes Tal. In die Flussebene kann man entweder über Artvin oder über Erzurum gelangen. Der Bezirk Deftise in der Ortschaft Sarigöl ist als Ausgangspunkt für den Parcours am günstigsten. Die Strecke von hier bis zur Flussmündung in den Coruh beträgt 22 km. Der Schwierigkeitsgrad des Parcours liegt zwischen 3 und 4. Die beste Zeit ist Mai bis August.
Artvin
In Artvin findet man Klöster, unter anderem aus georgischer Zeit, wie z. B. die Köprülü-Kirche in Savsat und die Kirche von Ishan in Yusufeli, welche um 1008 erbaut und von den Osmanen als Moschee genutzt wurde.
Coruh
Die Provinz Artvin, die der Fluss Coruh unter anderem durchquert, besteht zum größten Teil aus schroffen Felsen und unwegsamen Gebirgsketten. Der Coruh windet sich durch diese Gebirgslandschaft, um schließlich in das Schwarze Meer zu münden. Die gesamte Länge, gemessen von der Quelle bis zu seiner Mündung, beträgt ca. 466 km. Der Fluss gilt als einer der reißendsten Ströme der Welt. Er kann von Bayburt aus in vier Etappen bezwungen werden: Bayburt – Ispir –Yusufeli - Artvin. Die beste Zeit ist Mai bis August.
Rize Kackar
Die Kackar-Gebirgskette mit ihren höchsten Gipfeln Altiparmak (3.480 m), Kavran (3.932 m) und Verenik (3.710 m) zieht sich mit ihren Gletschern, blauen Seen, dichten Wäldern und wilden Bächen zwischen den Städten Rize und Hopa an der Schwarzmeerküste hin. Vom Süden her leicht zu besteigen, zieht der Gebirgszug jährlich Hunderte von Bergsteigern an. Bei klarem Wetter können Sie das wunderbare Panorama der Berge bewundern. Wer sie vom Norden her besteigen möchte, sollte ein erfahrener Bergsteiger sein. Beim Abstieg können Sie auf der Ayder Alm übernachten und die dortigen Thermalbäder besuchen. Im Sommer sind die Monate August und September, im Winter die Monate Februar und März günstig für einen Anstieg.
Sinop
Sinop ist eine der schönsten Städte in der Schwarzmeer-Region, mit einem romantischen Fischereihafen mit einladenden Restaurants, bunten Märkten und einer gut erhaltenen, alten Stadtmauer. In der Umgebung finden Sie kilometerlange Sandstrände, ausgedehnte Laubwälder sowie ein interessantes Vogelschutzgebiet.
Trabzon
Viele Bauwerke in Trabzon stammen aus der byzantinischen, komnenischen und osmanischen Zeit. Das bekannteste Bauwerk in Trabzon ist die kleine Hagia Sophia - nicht zu Verwechseln mit der großen in Istanbul. Sehenswert sind vor allem auch das Sumela-Kloster im Macka-Altindere-Nationalpark, Kizlar Manastiri- ein griechisches Kloster und Kaymakli, ehemals armenisches Kloster südlich von Trabzon.
Wandern, Bergsteigen
Die Türkei mit ihren Hochgebirgen, Hochplateaus, Hochebenen, dichten Wäldern, einer reichen Flora und Fauna bietet Bergwanderern und Bergsteigern vielfältige Möglichkeiten, die reizvolle Landschaft zu Fuß zu erkunden. Die bekanntesten Berge der Türkei liegen in der Schwarzmeerregion, im Taurusgebirge, in Zentral-, Nord- und Südostanatolien. Ehrwürdige Gipfel, die jedes Bergsteigerherz höher schlagen lassen, sind im inneranatolischen Bergmassiv der Berg Erciyes (2.917 m), der Agri (5.137 m), der Süphan (4.058 m), der Hasan (3.263 m) und der Nemrut (3.050 m), die allesamt erloschene Vulkane sind. In der Gebirgszone von Südostanatolien liegen der Taurus bzw. Beydag (3.086 m), die Bolkar (3.524 m), der Hakkari Cilo (Gletscher) und der Nur (Amanos). In der Abgeschiedenheit friedlich schlummernder Dörfer und wildromantischer Felsengärten sind Nomaden, Ziegen- und Schafherden nicht selten ihre einzigen Begleiter. Faszinierend sind die Ausblicke von den Hochplateaus auf schneebedeckte Gipfel.
Bursa
Die fünftgrößte Stadt der Türkei erstreckt sich unterhalb des Uludag. Die Stadt ist durch ihre Thermalquellen bekannt. Die Bithyner, die vor den Iskiten aus Thrakien fliehen mussten,siedelten sich im 7.Jh.v.Chr. in diesem Gebiet an. Die früheren Karawansereien und Bazare sind restauriert und auch die Baeder werden heute noch benutzt. Ausserdem ist Bursa die erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Das Wahrzeichen Bursa's ist der Zentralkuppelbau der Yesil Türbe-des Grünen Grabmals-von Mehmed I.Bursa liegt etwa 100 km Luftlinie südlich von Istanbul entfernt. Von Bursa aus kann man auch Ausflüge zum Skiparadies Uludag machen.
Istanbul
Die Stadt der Gegensätze - Eine Brücke zwischen Europa und Asien, eine sagenhafte Stadt, wo 122 Sultane regierten, eine märchenhafte Stadt, wo die Mischung der Geschichte und Natur unübertroffen ist, die Hauptstadt der Byzantiner und Osmanen, die grösste Stadt der Türkei, der grösste Hafen und das grösste Wirtschaftszentrum des Landes, Mittelpunkt des geistigen Lebens in der Türkei, die meist erwähnte Stadt in der türkischen Literatur . Mehrere Reiche und Kulturen, weltbewegende Ereignisse, Kaiser, Könige und Sultane prägten das Gesicht der Stadt, in deren gut erhaltenen Bauwerke sich die Spuren dieser Epochen widerspiegeln. Auf der einen Seite befindet sich das alte Istanbul, in grosszügig errichteten Bauwerken, in einigen Stadtteilen aber auch in alten Lebensformen, wo die Menschen die Abendstunden noch vor den Türen ihrer Holzhäuser verbringen. Und auf der anderen Seite in den neuen Stadtteilen präsentieren sich breite Boulevards mit modernen Einkaufspassagen, trendige Nachtlokale in den Vergnügungszentren und Feinschmecker-Restaurants am Bosporus. Die schönste Stadt der Türkei wird Ihnen Geschichten aus der Vergangenheit sowie aus der lebendigen Gegenwart erzählen; denn Istanbul ist eine Verschmelzung von Morgen- und Abendland, von Vergangenheit und Gegenwart. Kurz: „Ein Märchen aus 1001 Nacht“. Vielfältig sind die Einkaufsmöglichkeiten in Istanbul. Vom traditionellen Teppich oder Goldschmuck bis hin zum Designeranzug kann alles in der geteilten Stadt gekauft werden. Hier treffen auch der Okzident und Orient aufeinander. Denn es gibt sowohl westlich orientierte Einkaufsmeilen, in denen mit Kreditkarte bezahlt werden kann, als auch Basare, auf denen jegliche Ware feil geboten wird. Einen Überblick sollte man sich in beiden Welten verschaffen.