Wir fahren über die Strassen, auf der einstmals eroberungssüchtige Horden, vagabundierende Nomaden, tapfere Krieger von Ost nach West marschierten; farbenprächtige Karawanen zogen; Nachrichtenüberbringer und Geheimkuriere galoppierten; der Heilige Paulus mit seinen Jüngern wanderte; die Sufis gingen, um ihre mystischen Erkenntnisse zu verbreiten. Hochflächen, schroffe Gebirge, Salzseen prägen die Landschaft Anatoliens, des alten Kleinasiens. Hier war die Heimat bedeutender Völker der Antike, deren Spuren noch an vielen Stellen zu bestaunen sind. Hier war aber auch der Wirkungskreis des berühmten Apostels Paulus, der hier auf mehreren Missionsreisen einige der ersten frühchristlichen Gemeinden gründete. Die Apostelgeschichte und die Briefe des Paulus aus Tarsus belegen diese Reisen. Erleben Sie diese einzigartige Reise nach Kleinasien, der Brücke zwischen Orient und Okzident.

PROGRAMMVERLAUF
1. TAG: ANREISE ANTALYA
Empfang durch Ihre örtliche Reiseleitung und Transfer in Ihr Hotel in Antalya. Abendessen und Übernachtung.
2. TAG: ANTALYA - BEYSEHIR - KONYA - SULTANHANI - AKSARAY
Nach dem Frühstück beginnt Ihr Tag mit einer Fahrt durch die faszinierende Landschaft des Taurusgebirges über Beysehir nach Konya, der ehemaligen Hauptstadt des Seldschuken Reiches. Das Grabmal von Mevlana, des großen Suffist und Islam-Philosoph, ist das Hauptziel der Besichtigung. Anschließend Besuch von Karatay Medrese aus der Zeit der Seldschuken. Weiterfahrt in Richtung Kappadokien unterwegs Besichtigung der seldschukischen Karawanserei „Sultanhani“. Abendessen und Übernachtung in Aksaray.
3. TAG: IHLARA TAL - DERINKUYU - SOGANLI TAL - ÜRGÜP
Heute fahren Sie zum Ihlara Tal (Peristrema- Tal. Das Ihlara-Tal liegt in einem wunderschönen Canyon und bietet neben sehr sehenswerten Kirchen auch eine sehr schöne Natur. Man läuft am Ufer der Melendiz Suyu entlang, der mit Platanen und Pistazien gesäumt ist. Besonders sehenswert sind die Kokar Kilise mit ihren farbenfrohen Fresken, die sehr alte Egri Tas Kilise und die Yilanli Kilise aus der zweiten Hälfte des 11 Jh., die sich von den anderen Kirchen im Stil stark unterscheidet. Sie unternehmen eine Wanderung durch die Schlucht entlang des Melendiz Flusses und fahren danach zur unterirdischen Stadt Derinkuyu. Die unterirdischen Städte entstanden in der Zeit der Phryger und wurden später von den Byzantinern erweitert. Sie dienten als Rückzugsgebiet bei feindlichen Einfällen und konnten im Angriffsfall mit Verschlusssteinen von innen abgeriegelt werden. Bis zu 80 m tiefe Luftschächte versorgten die Städte mit Frischluft, Zisternen und Vorratsräume ermöglichten einen längeren Aufenthalt. Derinkuyu ist die größte bisher freigelegte unterirdische Stadt in Kappadokien und wurde erst 1963 entdeckt. In Derinkuyu kann man 11 Stockwerke in die Tiefe gehen, weitere Stockwerke wurden noch nicht freigelegt. Zur Zeit hat Derinkuyu eine Fläche von 1500 m2, jedoch geht man davon aus, dass dies nur ein Viertel der Gesamtanlage ist. Die einzelnen Stockwerke konnten einzeln abgeriegelt werden und die Stadt war über kilometerlange Gänge mit anderen solchen Städten verbunden. Man schätzt, dass Derinkuyu 3.000 bis 50.000 Menschen Zuflucht gewähren konnte. Abwechslungsreiche Panoramafahrt mit Fotopausen in Richtung Kappadokien nach Soganli-Tal. Kappadokien ist weltberühmt für seine einzigartige Tufflandschaft. Im Frühchristentum hatte es eine große Bedeutung, ab dem 2. Jh. n Chr. bildeten sich die ersten Gemeinden, im 4 Jh. n Chr. wurde das Christentum Staatsreligion. Hunderte Höhlenkirchen mit prächtiger Bemalung wurden errichtet. Vom 6 Jh. n Chr. bis Ende des 18 Jh. findet man heute alle möglichen Variationen des Stiles und kann verfolgen wie sich die Malerei über die Jahrhunderte veränderte und entwickelte. Abendessen und Übernachtung in Ürgüp.
4. TAG: UCHISAR - GÖREME - ÜRGÜP
Besuch des Bergdorfs Uchisar, in dem die Wohnungen über die steilen Hänge des zentralen Hügels bis in große Höhen hinaufklettern. Die vielfältigen bizarren Felsgebilde, denen der oft verwendete Ausdruck Mondlandschaft kaum gerecht wird, haben seit Jahrhunderten die Reisenden in Erstaunen versetzt. Doch es ist nicht die Natur allein, die Kappadokien so faszinierend macht. Hier vereint sich die fremdartige Schönheit des Landes mit der Vielfalt und Einzigartigkeit seiner christlichen Kunstdenkmäler. Pyramidenkegel und ganze Felswände wurden ausgehöhlt und in Wohn- und Vorratsräume, Kirchen, Klöster und sogar Gräber umgestalten. Abseits der Hauptstraßen liegt das alte Zelve im Zentrum von vier ineinander fließenden Schluchten am steil abfallenden Hang eines Tafelberges. Fahrt nach Göreme (du sollst mich nicht sehen). Das Göremetal ist mit seinen zahlreichen Höhlenkirchen eines der berühmtesten Orte in Kappadokien. Die meisten Kirchen entstanden nach den Arabereinfällen im 11 Jh. In byzantinischer Zeit wurde Göreme (ehemals Korama) zum Bischofssitz erhoben und war eine reine Mönchssiedlung. Zu sehen sind die Basiliuskirche aus der Zeit des Bilderstreites, die Elmali Kilise mit einer Szene der Taufe Christi, die Barbarakirche deren Bemalung sehr ungewöhnlich ist, die Yilanli Kilise, die Ihren Namen von der Abbildung einer Schlange hat. Die bedeutendste Kirche von Göreme ist die Karanlik Kilise, die dunkle Kirche. Da die Kirche einen versteckten Eingang hatte ist sie sehr gut erhalten und durch die Dunkelheit haben die Fresken ihre gesamte Leuchtkraft erhalten. Die Fresken geben Szenen aus dem Leben Jesu und der Evangelisten wieder und sind aus der Zeit vom 11. Jh.. Außerhalb des Museumgeländes ist dann noch eine der größten Kirchen Kappadokiens, die Tokali Kilise aus dem 10 Jh. und späterer Erweiterung. Im älteren Teil der Kirche wird die Geschichte Christi und Johannes des Täufers erzählt. Im Hauptraum sind einige der schönsten Fresken aus der Blütezeit der sogenannten. Makedonischen Renaissance zu sehen. Es gibt noch einige Reste von Klosteranlagen zu sehen und noch viele weitere Kirchen, die sich im Göremetal befinden, jedoch hier den Rahmen sprengen würden. Abendessen und Übernachtung in Ürgüp.
5. TAG: NIGDE - TARSUS - MERSIN-
Fahrt über Nigde nach Tarsus (Geburtsstadt des Paulus), hier Besichtigung des Paulus Brunnens, des Kleopatra Tores und der römischen Straße. Abendessen und Übernachtung in Mersin
6. TAG: CENNET CEHENNEM - KIZKALESI - ANAMUR - ALANYA
Fahrt nach Kizkalesi (Mädchenburg), unter den Römern und in byzantinischer Zeit war Kizkalesi / Korykos eine ausgedehnte Stadt und ein wichtiger Stützpunkt des römischen, bzw. spätantiken Handelsverkehrs. Ihre Blütezeit erlebte sie im 5. und 6. Jh unter byzantinischer Herrschaft. Weiterfahrt über Silifke nach Anamur. Unterwegs besuchen wir die Cennet-Cehenem-Grotten (Paradies-Hölle). In der sich eine dreischiffige Basilika aus dem 5. Jh. in 75 m Tiefe befindet. Auch die Höhlenkirche der Hl. Thekla wird Sie begeistern. Entlang an der Küstenstraße kommen wir auch an weiteren Seeburgen und Festungen vorbei von denen wir die mächtige Mamure Kalesi in Anamur besichtigen. Weiterfahrt nach Alanya. Abendessen und Übernachtung in Alanya.
7. TAG: ANTALYA
Nach dem Frühstück fahrt zu der Burganlage von Alanya wo wir von ganz oben ein wahrhaft märchenhafter Ausblick auf die einst zedernreiche Bucht von Alanya haben. Im 2. Jh. v. Chr. errichteten Seeräuber auf dem Felsen des antiken Korakesion eine Festung. 67 v. Chr. vernichtete der römische Feldherr Pompeius hier die Räuberflotte und ließ die Festung schleifen. Weiterfahrt nach Side und Besichtigung. Glanzpunkt der historischen Altstadt ist das griechisch-römische Theater aus dem 2. Jahrhundert, das 15.000 Zuschauer fasst und einen herrlichen Ausblick über die Stadt und das Meer bietet. Das Archäologische Museum ist ein umgebautes Bad aus dem 5. Jahrhundert und auch der Apollon-Tempel am Hafen stammt aus der römischen Zeit. Weiterfahrt nach Aspendos. Das Theater von Aspendos ist das am besten erhalten antike Theater in der Türkei. Auch heute noch hat die Fassade ein attraktives Aussehen. In den Nischen standen früher dekorative Statuen. Es bietet ca. 15000 Zuschauern Platz und wird auch heute noch für Schauspiele und Konzerte benutzt. Weiterfahrt nach Perge. In den Ruinen der Stadt treffen wir auf das Arena für 15000 Personen nach hellenistisch- römischer Art. In der spatrömischen Zeit veranstaltete man hier Gladiatorkampfe. Das U-förmige Stadion vor dem Theater für 12000 Personen ist gegenwärtig zerstört. Nach einer ausführlichen Besichtigung weiterfahrt nach Antalya. Abendessen und Übernachtung in Antalya.
8. TAG: ANTALYA - RÜCKFLUG
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen oder Verlängerungswoche/ Badeaufenthalt an der Türkischen Riviera.

Reisebericht Kappadokien 1
Reisebericht Kappadokien 2

LEISTUNGEN * 7 Übernachtungen im 4 oder 5 Sterne Hotel. - * Halbpension, mit Frühstück und Abendessen. - * Rundreise mit klimatisierten Reisebussen. - * deutschsprachige Reiseleitung. * alle Eintrittsgelder. Der Programmverlauf kann gemäss der Öffnungszeiten der Museen geändert werden.

Pries p.p

March:

April/May

September/October

November/December

 

DBL

SGL

DBL

SGL

DBL

SGL

DBL

SGL

08-15 Personen

335. -

70. -

345. -

75. -

345. -

75. -

335. -

70. -

16-20 Personen

325. -

70. -

335. -

75. -

335. -

75. -

325. -

70. -

21-35 Personen

315. -

70. -

325. -

75. -

325. -

75. -

315. -

70. -

Vollpension Zuschlag . 35. - €